Hat der Sozialstaat in der Zukunft eine Chance?

Auf sozialpolitischer Ebene ist zu sagen, dass Deutschland eines der bestentwickeltsten Sozialversicherungssysteme der Welt besitzt. Aber Deutschland steht jetzt vor dem Problem der Finanzierbarkeit dieses Systems. Deutlich wird dieses Problem am Beispiel der gesetzlichen Rentenversicherung, wie oben erörtert.
Die ständig steigenden Rentenversicherungsbeiträge würden zu einer Erhöhung der Lohnnebenkosten führen, diese würden wiederum das wirtschaftliche Wachstum hemmen und die ohnehin schon hohen Arbeitslosenzahlen würden weiter steigen.
Hohe Lohnnebenkosten bedeuten das die Herstellung von Produkten durch Menschenhand extrem teuer wird und sich auf lange Sicht die maschinelle Produktion besser rentiert.
Somit vertreten wir die Meinung, dass der Sozialstaat in einer schweren Krise steckt. Ohne gravierende Einschnitte in den sozialen Leistungen der sozialen Sicherung hat Sozialstaat keine Zukunft. Es muss ein Umbau, wenn nicht sogar ein Abbau der Sozialleistungen erfolgen, damit der Sozialstaat weiter bestehen kann. Denn nur durch gut überlegte Schritte kann der Sozialstaat die Krise überwinden, ohne sich der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit zu entziehen.
Deutschland steckt also in einem Teufelskreis aus Arbeitslosigkeit und "Nichtinvestieren" der Unternehmen.
Die hohe Arbeitslosigkeit bedeutet, dass der Staat hohe Ausgaben, aber geringe Einnahmen hat, denn der Staat zahlt das Arbeitslosengeld sowie die Beiträge der Sozialversicherung.